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Auf der "Aktivoli 2011" informieren rund 60 gemeinnützige Organisationen aus allen gesellschaftlichen Bereichen über Freiwilligenprojekte, um weitere interessierte Freiwillige zu gewinnen. Die Börse ist eine Art Engagementmesse, die Antwort gibt auf die Fragen: Was kann ich tun und wo?
Schon erste "Aktivoli 2009" war mit über 2000 Besuchern ein großer Erfolg. Eine Überraschung auch für die Veranstalter, insbesondere für die federführende Freiwilligen-Agentur, die diesen Erfolg nicht nur fortsetzen, sondern übertreffen möchte. Angemeldet haben sich 60 Organisationen – vom Kinderhospiz über SOS-Mütterzentrum, Seniorenbüro, Greenpeace bis zu den Nachtwanderern Bremen, Lebenshilfe, Weltladen und Zentrum für trauernde Kinder.
Das Ehrenamt hat offensichtlich Konjunktur, meint: Immer mehr Menschen, vor allem auch junge, engagieren sich freiwillig. Dieser Trend macht unsere Gesellschaft ein bisschen menschlicher und gibt Gelegenheit, aktiv an ihrer Gestaltung mitzuwirken – über eine Vielzahl an Tätigkeiten in Kultur, Bildung, Umwelt- und Tierschutz, Sport und Sozialeinrichtungen. Bundesweit sind es inzwischen 23 Millionen Freiwillige, die aktiv mitmachen, Tendenz steigend.
Das Verständnis vom Ehrenamt ist in den letzten zehn Jahren zeitgemäßer und moderner geworden. "Gutes tun" war früher, heute geht es darum, dass freiwillige MitarbeiterInnen eigene Ideen, ihr Wissen und ihre Kompetenzen einbringen und umsetzen wollen. Das gilt insbesondere für Menschen, die gerade in den Ruhestand gegangen sind und nach neuen Betätigungsfeldern, aber auch nach Verantwortung suchen.
Gelegenheit zur Orientierung bietet die "Aktivoli 2011". In der Vergangenheit haben hier immerhin 20 Prozent der BesucherInnen ein freiwilliges Engagement gefunden.
(Christiane Schwalbe)