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Früher machte Großmutter Limonade und Erkältungstee aus den Holunderblüten und aus den Beeren wurde Saft gekocht, dessen hoher Gehalt an Vitamin C die Abwehrkräfte stärkt. Heiß getrunken ist er ein gutes Mittel gegen Erkältungen. Auch Holunderbeerwein gehörte zu Großmutters (Gesundheits-)Küche.
Die Holunderblüten haben Inhaltsstoffe, die sekretlösend wirken, deshalb ist ein Tee aus getrockneten Blütenblättern gerade dann gut, wenn der Schnupfen festsitzt oder die Nasen-Nebenhöhlen sich entzündet haben. Holunder hat – ähnlich wie Lindenblütentee - auch eine schweißtreibende Wirkung, weshalb er bei Erkältungen ebenfalls eingesetzt wird.
Aber die Blüten haben nicht nur getrocknet ihre Wirkung, sondern schmecken auch frisch: Eines der schönsten Rezepte mit Holunder ist der Holunder-Sekt. Dazu sammelt man etwa 24 Blütendolden vom Holunderbusch, am besten außerhalb viel befahrener Straßen, da hat er nicht so viele Benzindämpfe aufgenommen.
Die harten Enden der Stängel werden entfernt, die Blüten gewaschen und am besten in einen Steingut-Topf gelegt (oder in einen dunklen Plastikeimer). Hinzu kommen etwa acht Liter Wasser, eineinhalb Kilo Zucker und der Saft von vier bis fünf Zitronen. Deckel drauf und fünf bis sechs Tage gären lassen.
Die Blütendolden werden mit dem Stiel nach oben in einen Backteig getaucht und in heißem Fett ausgebacken oder frittiert. Dazu passen Puderzucker oder Vanillesauce.
Auch die reifen und dann tief dunklen Fliederbeeren lassen sich schmackhaft verwerten. Von den Stielen befreit, werden sie eingekocht, gezuckert und zu Mus püriert, oder entsaftet (Dampfentsafter), nach Belieben gezuckert und in Flaschen abgefüllt. Aus dem Saft lässt sich auch Gelee zubereiten.